LOUNGE MEtAL

Eigentlich ist es sehr einfach, kurz zu beschreiben, worum es geht. Es ist ein Tobeprojekt für Zwangsgemütliche. Der Wunsch, endlich durch den Regen gehen zu können, ohne dabei immer den Kopf zwischen den Schultern zu verstecken. Sich nicht mehr verkrampfen bis der Nacken schmerzt, sondern voller Lust nass zu werden. Es ist die Versöhnung der Platten, die früher als unhörbar galten, mit denen, die man heute leugnet gehört zu haben. Das gute Gefühl, wenn man früh morgens als letztes die Klamotten zum Lüften auf den Balkon hängt, von der Euphorie des Abends glücklicherweise noch betäubt genug, den Ekel vorm eigenen Mief zwar vorauszusehen, aber nicht zu empfinden.

Es ist die Tatsache, dass die meisten Schmerzen beim zweiten Mal zwar weniger weh tun, dafür aber nie so ganz abklingen. Die leidenschaftliche Liebeserklärung an Zeiten, wo man Bier und Brause erst im Glas und nicht in der Flasche mixte. Die Unterbrechung einer Spandex-Rockumentary durch Werbung für RnB-Klingeltöne, der Moment also, wenn sich trauernde Aggression in Fußwippen verwandelt. Es ist ein Traum. Und zwar von der Sorte, wo man die Frau des Freundes und das Haus der Eltern begehrt. Schlussendlich ist es nur die Gewissheit, mit der ehrgeizigen Beweisführung endlich fertig zu sein. Ein jeder baut sein Nest, but WE also bang our heads.